Wie werde ich bei ChatGPT gefunden?
KURZ GESAGT
Eine zugängliche Website, klare Inhalte und einheitliche Angaben verbessern die Voraussetzungen für ChatGPT-Suchen. Klare Seiten, die Fragen in den Worten der Kunden beantworten, strukturierte Daten und Erwähnungen auf anderen Websites helfen. Eine organische Nennung lässt sich nicht kaufen.
Immer mehr Menschen stellen ihre Frage nicht mehr Google, sondern ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Wer dort nicht vorkommt, wird bei einem Teil der Interessenten gar nicht erst in Betracht gezogen. Die gute Nachricht: Die Grundlagen sind dieselben wie bei der Suchmaschinenoptimierung. Entscheidend sind klare Inhalte und zugängliche Technik.
Wie ChatGPT zu seinen Antworten kommt
ChatGPT nutzt Wissen aus dem Training. Bei aktuellen oder konkreten Fragen kann es zusätzlich im Netz suchen und gefundene Seiten lesen.
Die OpenAI-Crawler haben unterschiedliche Aufgaben:
| Crawler | Aufgabe |
|---|---|
| OAI-SearchBot | erschließt Websites für ChatGPT-Suchergebnisse |
| ChatGPT-User | ruft eine Seite auf, wenn ein Nutzer im Gespräch danach fragt |
| GPTBot | sammelt Inhalte für das Training künftiger Modelle |
Wer OAI-SearchBot in der robots.txt sperrt, verhindert die Anzeige der Inhalte in ChatGPT-Suchantworten; reine Navigationslinks bleiben möglich. Claude-SearchBot und PerplexityBot dienen ähnlichen Suchzwecken.
Was hilft, gefunden zu werden
Suchcrawler erlauben. Prüfen Sie Ihre robots.txt. Viele Websites sperren KI-Crawler, ohne es zu wissen, etwa durch Voreinstellungen eines Plugins oder eines CDN.
Im Suchindex stehen. Die Websuche von ChatGPT stützt sich auch auf Suchindizes. Eine Website, die bei Google und Bing gut indexiert ist, hat eine bessere Ausgangslage. Melden Sie Ihre Website deshalb auch in den Bing Webmaster Tools an, nicht nur in der Google Search Console.
Fragen beantworten, wie Kunden sie stellen. KI-Systeme suchen Seiten, die eine Frage klar beantworten. „Was kostet ein Produktkonfigurator?“ ist eine bessere Überschrift als „Unsere Leistungen“. Der erste Satz unter der Überschrift sollte die Antwort sein.
Angaben überall gleich halten. Name, Adresse, Leistungen und Preise sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, auf LinkedIn und in Verzeichnissen übereinstimmen. Widersprüche machen eine Marke für KI-Systeme unsicher.
Strukturierte Daten verwenden. Mit strukturierten Daten nach schema.org beschreiben Sie Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen, Preise und häufige Fragen so, dass Maschinen sie eindeutig lesen können.
Erwähnt werden. KI-Systeme empfehlen Marken, über die auch andere schreiben: Fachartikel, Branchenverzeichnisse, Bewertungen, Interviews. Eine Nennung ist dadurch nicht garantiert.
Was nicht hilft
- Bezahlen. Eine organische Nennung lässt sich nicht kaufen. Anzeigen sind davon getrennt.
- Texte nur für Maschinen. Seiten voller Schlagwörter lesen sich für Menschen schlecht und liefern oft keine brauchbaren Antworten.
- Andere Inhalte für Crawler. Wer Suchcrawlern zur Manipulation andere Texte zeigt als Menschen, riskiert, von Suchmaschinen abgestraft zu werden.
Wie man es überprüft
Ob KI-Crawler Ihre Website besuchen, zeigen die Server- oder CDN-Logs. Bei Pucca Diana, einer Make-up-Artistin mit eigener Akademie, verzeichneten die Logs in 45 Tagen bis zum 10. Oktober 2026 2.550 GPTBot-Abrufe. Laut Webanalyse kamen 9 % der Besuche aus KI-Assistenten. Trainingsabrufe belegen keine Empfehlungen.
Ebenso wichtig ist der Blick von außen: Fragen Sie ChatGPT, Perplexity und Gemini regelmäßig nach Ihrem Unternehmen und nach den Leistungen, die Sie anbieten. Notieren Sie, ob und wie Sie genannt werden. Wie Sie dabei systematisch vorgehen, zeigt der Artikel Was sagt ChatGPT über mein Unternehmen?.
Wie wir Websites für Google und KI-Systeme aufbauen, beschreibt die Seite KI-Sichtbarkeit.
KI-Sichtbarkeit verbessern: Einen konkreten Arbeitsauftrag formulieren
Für die eigene Website empfehlen wir eine Liste überprüfbarer Informationslücken: fehlende Leistungsbeschreibungen, unklare Unternehmensangaben oder nicht belegte Aussagen. Ordnen Sie jeder Lücke eine verantwortliche Person und eine Quelle zu. Das ergibt einen bearbeitbaren Auftrag.
Halten Sie die spätere Kontrolle davon getrennt. Dokumentieren Sie Frage, Antwort, Zeitpunkt und verwendeten Dienst. Vergleichen Sie anschließend, ob die korrigierte Information tatsächlich aufgegriffen wurde. Eine veröffentlichte Ergänzung garantiert weder eine Erwähnung noch eine Empfehlung. Weitere Einzelheiten zur Erfassung enthält das Testprotokoll für Unternehmensantworten.