Produktkonfigurator

Was ist ein Produktkonfigurator? Definition und Beispiele

KURZ GESAGT

Ein Produktkonfigurator ist ein Werkzeug auf einer Website, mit dem Kunden ein Produkt aus Varianten selbst zusammenstellen. Sie wählen zum Beispiel Material, Größe, Farbe und Zubehör, sehen dabei, wie das Ergebnis aussieht, und erfahren sofort den Preis. Am Ende steht eine Bestellung oder eine vollständige Anfrage. Er lohnt sich für Produkte mit vielen Kombinationen, bei denen Kunden heute erst nachfragen müssen.

Ein Produktkonfigurator ist ein Werkzeug auf einer Website, mit dem Kunden ein Produkt selbst zusammenstellen. Sie wählen Schritt für Schritt aus, was sie möchten, sehen das Ergebnis und erfahren den Preis, ohne jemanden fragen zu müssen.

Wie ein Produktkonfigurator funktioniert

Im Kern besteht jeder Konfigurator aus drei Teilen:

  • Optionen: alles, was sich wählen lässt, etwa Modell, Material, Maße, Farbe und Zubehör.
  • Regeln: welche Optionen zusammenpassen, welche sich ausschließen und wie sich der Preis ergibt.
  • Ergebnis: was am Ende passiert, also eine Bestellung im Shop, eine Anfrage an den Vertrieb oder ein Angebot als PDF.

Die Kunden sehen davon nur die Oberfläche. Sie klicken sich durch die Auswahl, das Bild wechselt mit, der Preis rechnet live. Die Arbeit steckt in den Regeln dahinter. Bei The Cargo Brothers sind es Regeln für viele Länder, Fahrzeugtypen und Strecken.

Ein einfaches Beispiel

Nehmen wir einen Tisch. Es gibt drei Größen, vier Holzarten und zwei Gestelle. Das sind schon 24 Kombinationen. Kommt eine Option für die Kante hinzu, sind es 48. Ab einer bestimmten Länge braucht der Tisch ein drittes Bein, und eine Holzart gibt es nur in zwei Größen.

Eine normale Produktseite kann das kaum abbilden. Ein Konfigurator kennt die Regeln. Er blendet aus, was nicht geht, rechnet den Aufpreis für das dritte Bein dazu und zeigt das passende Bild. Am Ende steht ein Tisch, den es wirklich geben kann, zu einem Preis, der stimmt.

Wofür sich ein Konfigurator lohnt

Ein Konfigurator lohnt sich, wenn ein Produkt in vielen Kombinationen existiert und Kunden heute erst nachfragen müssen, bevor sie kaufen oder anfragen. Typische Beispiele:

  • Möbel mit wählbaren Maßen, Stoffen und Füßen
  • Textilien und Merchandise mit eigener Veredelung
  • Verpackungen in verschiedenen Formaten und Auflagen
  • Werbetechnik, Schilder und Messestände
  • Dienstleistungen, deren Preis sich aus mehreren Faktoren ergibt

Beim letzten Punkt spricht man eher von einem Angebotskonfigurator. Er führt nicht in den Warenkorb, sondern zu einem kalkulierten Angebot für den Vertrieb. Mehr dazu steht auf der Seite zum Angebotskonfigurator.

Wofür er sich nicht lohnt

Bei wenigen Varianten reicht eine normale Produktseite mit Auswahlfeldern. Und wenn jedes Projekt ohnehin ein persönliches Gespräch braucht, ersetzt ein Konfigurator dieses Gespräch nicht. Er kann es aber vorbereiten, indem er die wichtigsten Angaben vorab einsammelt.

Fotos, Bildebenen oder 3D

Die Darstellung ist die größte Stellschraube für Aufwand und Wirkung. Es gibt drei Wege:

  • Ein Foto je Variante: am ehrlichsten und günstigsten, solange die Zahl der Kombinationen überschaubar bleibt. Für den Tisch aus dem Beispiel wären es schon 48 Fotos.
  • Übereinanderliegende Bildebenen: Gestell, Platte und Kante liegen als eigene Ebenen übereinander. So entstehen viele Kombinationen aus wenigen Fotos.
  • 3D: lohnt sich, wenn Kunden das Produkt drehen müssen, um es zu verstehen. Es ist aber der größte Kostentreiber.

Preise richtig anzeigen

Ein Konfigurator zeigt Preise, also gelten die Regeln für Preisangaben. Wer an Verbraucher verkauft, muss nach § 3 Abs. 1 der Preisangabenverordnung (PAngV) den Gesamtpreis angeben. Für Geschäftskunden genügen Nettopreise. Ein gut gebauter Konfigurator weiß, wer gerade konfiguriert, und zeigt den passenden Preis.

Barrierefreiheit seit 2025

Ein Konfigurator im Onlineshop ist Teil des Kaufs. Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es erfasst unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern, also viele Onlineshops. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen.

Für die Gestaltung heißt das: Jede Option muss sich auch mit der Tastatur wählen lassen, Farben brauchen genügend Kontrast, und Bilder brauchen Beschreibungen. Wir bauen Konfiguratoren deshalb nach den WCAG 2.2 auf Stufe AA, unabhängig davon, ob das Gesetz für Sie gilt.

Was einen guten Konfigurator ausmacht

Ein guter Konfigurator fragt nur, was nötig ist, in einer Reihenfolge, die zum Denken der Kunden passt. Er zeigt jederzeit, was gewählt ist und was es kostet. Und er sieht aus wie ein Teil der Marke, nicht wie ein fremdes Programm, das in die Website eingebettet wurde.

Für The Cargo Brothers hat Ovidiu Tărbuc eine Preis-Engine gebaut, die Fahrzeugtransporte für mehrere Länder live kalkuliert. Das Prinzip ist dasselbe wie bei jedem Produktkonfigurator: Regeln, die stimmen, und eine Oberfläche, die man ohne Anleitung versteht.

Konfiguratoren aus dem Studio

Neben der Preis-Engine für The Cargo Brothers ist für Pucca Diana ein interaktives Quiz zu den Leistungen entstanden. Es stellt Fragen in fester Reihenfolge und führt am Ende zu einem Ergebnis, nach demselben Prinzip wie ein Konfigurator.

Was er kostet

Ein individueller Produktkonfigurator kostet bei Alkeme Design ab 800 € netto. Was den Preis nach oben treibt und wie sich Abo und eigene Entwicklung vergleichen lassen, zeigt der Artikel Was kostet ein Produktkonfigurator?. Wie wir Konfiguratoren gestalten und programmieren, steht auf der Seite Produktkonfigurator erstellen lassen. Alle Preise im Überblick finden Sie unter Preise.

Häufige Fragen

Was ist ein Produktkonfigurator?

Ein Produktkonfigurator ist ein Werkzeug auf der Website, mit dem Kunden ein Produkt aus Varianten zusammenstellen und dabei Bild und Preis live sehen. Am Ende steht eine Bestellung oder eine vollständige Anfrage.

Was ist der Unterschied zwischen Produktkonfigurator und Angebotskonfigurator?

Der Produktkonfigurator zeigt das Produkt und führt oft direkt zum Kauf. Der Angebotskonfigurator führt zu einem kalkulierten Angebot, das der Vertrieb weiterbearbeitet.

Brauche ich für einen Konfigurator 3D?

Für einen Konfigurator brauchen Sie nicht unbedingt 3D. Für viele Produkte reichen Fotos je Variante oder übereinanderliegende Bildebenen. 3D lohnt sich, wenn Kunden das Produkt drehen müssen, um es zu verstehen.

Funktioniert ein Produktkonfigurator mit Shopify und WooCommerce?

Ein Produktkonfigurator funktioniert mit Shopify und WooCommerce: Er übergibt die fertige Auswahl direkt an den Warenkorb. Verkaufen Sie über Angebote, läuft er eigenständig auf der Website und schickt die Anfrage an Postfach oder CRM.

Was kostet ein Produktkonfigurator?

Ein Produktkonfigurator kostet bei Alkeme Design ab 800 € netto. Den Festpreis bestimmen Optionen, Regeln, Darstellung und Anbindungen. Eine monatliche Lizenzgebühr fällt nicht an.

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