Rebranding: Was sich ändert und in welcher Reihenfolge
KURZ GESAGT
Bei einem Rebranding können sich neben Logo und Farben viele Anwendungen ändern: Website, Verpackungen, Profile, Geschäftspapiere, Schilder und Fahrzeuge. Oft sinnvoll: Strategie, Gestaltungselemente, Website mit nötigen Weiterleitungen, dann Gedrucktes nach Bedarf. Was Kunden schon an der Marke erkennen, sollte möglichst bleiben.
Die Gestaltung bei einem Rebranding ist planbar. Sie kostet Zeit und Geld, wird ausführlich besprochen und lässt sich im Voraus beziffern. Teuer wird es oft an anderer Stelle: bei allem, was nach dem neuen Logo noch angepasst werden muss, und bei der Reihenfolge, in der es passiert.
Was ein Rebranding berührt
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Gestaltungselemente | Logo, Farben, Schriften, Bildsprache, Tonalität |
| Digital | Website, Onlineshop, E-Mail-Vorlagen, Social-Media-Profile, Google-Unternehmensprofil |
| Produkt | Verpackungen, Etiketten, Beipackzettel, Displays |
| Gedruckt | Visitenkarten, Briefpapier, Rechnungen, Kataloge |
| Raum | Schilder, Fahrzeuge, Messestand, Arbeitskleidung |
| Intern | Präsentationen, Vorlagen, E-Mail-Signaturen |
Wer diese Liste vor dem Projekt durchgeht, weiß, wie groß das Rebranding wirklich ist.
Eine Reihenfolge, die Kosten sparen kann
- Strategie: Was soll die Marke künftig sagen, und was bleibt?
- Gestaltungselemente: Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und ihre Regeln.
- Website und digitale Profile: oft zuerst, weil sie sich schnell umstellen lassen und viele Kunden erreichen.
- Verpackungen und Gedrucktes: nach Möglichkeit, sobald alte Bestände aufgebraucht sind. So vermeiden Sie unnötige Druckkosten.
- Raum und Fahrzeuge: nach Kosten und Sichtbarkeit einplanen; die Umstellung kann aufwendig sein.
Ein Kostenrisiko: der Website-Umzug
Ändern sich mit dem Rebranding auch Domain oder Adressen, kann der Website-Umzug zum Risiko werden. Jede alte Adresse mit passender Nachfolgeseite sollte per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite führen, nicht pauschal auf die Startseite. Für ersatzlos entfallene Inhalte sind 404 oder 410 passend. Vorübergehende Schwankungen der Sichtbarkeit sind bei einem Umzug trotzdem möglich.
Vergessen werden dabei oft:
- das Google-Unternehmensprofil und Einträge in Verzeichnissen
- Links in E-Mail-Signaturen und Vorlagen
- Profile auf Bewertungsportalen
- Angaben in Einträgen wie Wikidata, die Suchmaschinen und KI-Systeme nutzen
Was Sie nicht ändern sollten
Ein Rebranding beginnt mit der Frage, was Kunden heute schon an der Marke erkennen. Das sollte möglichst erhalten bleiben oder behutsam weiterentwickelt werden.
Bei ChromixGear, einer italienischen Marke für DJ-Zubehör, blieb das bekannte Power-O erhalten. Das frühere Zeichen wurde überarbeitet, eine neue Signaturfarbe kam dazu. Die Marke wirkt neu und bleibt trotzdem erkennbar.
Wie Sie es ankündigen
- Bestandskunden zuerst: eine kurze Erklärung, was sich ändert und was gleich bleibt.
- Team informieren: welche Dateien ab wann gelten und wo sie liegen.
- Ein Datum festlegen: an dem Website und Profile umgestellt werden, statt alles schrittweise ohne Plan.
- Nicht übertreiben: Kunden interessiert, was das Rebranding für sie bedeutet, nicht die Geschichte des Logos.
Kurz gesagt
Ein Rebranding gelingt, wenn vorher klar ist, was es berührt, was bleibt und in welcher Reihenfolge es umgesetzt wird. Ob ein vollständiges Rebranding nötig ist oder eine Überarbeitung reicht, zeigt der Artikel Was ist Rebranding?. Wie wir Rebrandings umsetzen, steht auf der Seite Rebranding.
Rebranding-Checkliste für die Umstellung
Erfassen Sie zuerst alle betroffenen Anwendungen: Website-Adressen, Profile, Angebotsunterlagen, Verpackungen, Beschilderung und Vorlagen. Jede Anwendung erhält eine Zuständigkeit und einen Freigabestand. Kennzeichnen Sie außerdem, welche Bestände weiterverwendet werden sollen.
Für das SEO-Rebranding empfehlen wir eine eigene Adressliste. Ordnen Sie jeder bisherigen wichtigen URL ein fachlich passendes Ziel zu. Prüfen Sie nach der Umstellung Weiterleitungen, interne Links und Kontaktwege. Eine Namensänderung allein rechtfertigt keine beliebige Zusammenlegung von Inhalten. Halten Sie technische Fehler und Veränderungen der Suchnachfrage in der Auswertung getrennt.