Was kostet Verpackungsdesign?
KURZ GESAGT
Verpackungsdesign kostet bei Alkeme Design 2.500–15.000 € netto pro Produktlinie, nicht pro Stück. Den Preis bestimmen die Zahl der Sorten, die Formate und Stanzkonturen, ob die Marke bereits steht und ob druckfertige Daten nach den Vorgaben der Druckerei dazugehören. Ein einzelnes Etikett liegt am unteren Ende, eine Linie mit vielen Sorten und eigener Form am oberen.
Verpackungsdesign kostet bei Alkeme Design 2.500–15.000 € netto pro Produktlinie. Wo Ihr Projekt in dieser Spanne liegt, hängt von wenigen, gut vorhersehbaren Faktoren ab. Dieser Artikel zeigt sie, erklärt, was nicht im Designpreis steckt, und welche Vorschriften die Gestaltung mitbestimmen.
Was den Preis bestimmt
| Faktor | Unteres Ende | Oberes Ende |
|---|---|---|
| Sorten | eine oder zwei | eine ganze Linie mit vielen Varianten |
| Form | Etikett oder Standardschachtel | eigene Stanzkontur, mehrere Formate |
| Marke | Corporate Design steht bereits | Marke entsteht mit der Verpackung |
| Daten | Gestaltung als Vorlage | druckfertige Daten je Format nach Vorgaben der Druckerei |
Der wichtigste Faktor ist meist die Marke. Steht das Corporate Design schon, baut die Verpackung darauf auf. Entsteht beides zusammen, ist mehr zu entscheiden: Logo, Farben, Schrift und Bildsprache müssen auf der Packung ebenso funktionieren wie im Onlineshop. Was ein Corporate Design umfasst, steht auf der eigenen Seite.
Warum pro Produktlinie
Die meiste Arbeit steckt nicht in der einzelnen Packung, sondern im System: Hierarchie der Informationen, Farbcode der Sorten, Platz für Pflichtangaben, Wirkung im Regal. Steht dieses System, kostet jede weitere Sorte deutlich weniger als die erste.
Ein Beispiel ist Fuic, eine peruanische Marke für Kakao und Kaffee. Jede Anbauregion hat ihr eigenes Etikett, doch alle Beutel folgen demselben Aufbau. Wer eine Sorte kennt, findet sich auf jeder anderen sofort zurecht. Bei Bean Bank reicht dasselbe System bis zu limitierten Editionen, Tasse und T-Shirt.
Vorschriften, die das Layout bestimmen
Gute Verpackung beginnt nicht bei der Front, sondern bei den Pflichtangaben. Sie brauchen Platz, und dieser Platz ist teilweise vorgeschrieben.
- Lebensmittel: Nach Art. 13 der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) 1169/2011 brauchen Pflichtangaben eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm. Bei Packungen mit weniger als 80 cm² größter Oberfläche genügen 0,9 mm.
- Kosmetik: Art. 19 der EU-Kosmetikverordnung (EG) 1223/2009 verlangt unter anderem Nenninhalt, Chargennummer und die Liste der Bestandteile unter der Überschrift „Ingredients“.
- Alle Verpackungen: Seit dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40. In Deutschland ergänzt sie das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG), das das Verpackungsgesetz abgelöst hat.
Wir planen diese Angaben von Anfang an ins Layout ein. Die inhaltliche Prüfung liegt beim Hersteller oder einem Fachberater. Wer sie erst am Ende auf die Rückseite quetscht, verliert entweder Lesbarkeit oder die Gestaltung der Front.
Was nicht im Designpreis steckt
Druck, Material und Veredelung rechnet Ihre Druckerei oder Ihr Hersteller ab. Produktfotos für den Onlineshop können Teil des Projekts sein, werden aber gesondert ausgewiesen. Die inhaltliche Prüfung von Pflichtangaben liegt beim Hersteller.
Warum billige Verpackung am Ende teurer wird
Eine Verpackung, die im Regal untergeht, kostet bei jeder Auflage Umsatz. Eine, deren Druckdaten nicht zur Stanzkontur passen, kostet einen Fehldruck. Beides ist teurer als die Differenz zwischen einem günstigen und einem sorgfältigen Entwurf.
Dazu kommt die Zeit. Eine Linie, deren Sorten jede für sich gestaltet wurden, muss bei der nächsten Sorte wieder von vorn beginnen. Ein System spart diese Arbeit bei jeder Erweiterung.
Ablauf und Dauer
Ein Verpackungsprojekt folgt vier Schritten. Zuerst klären wir Sorten, Formate und den Hersteller. Dann entsteht das System auf einer ersten Sorte, und erste Entwürfe sehen Sie in der Regel innerhalb von 48 Stunden nach dem Start. Danach wird das System auf alle Sorten übertragen. Zum Schluss folgen Reinzeichnung und Druckdaten auf der echten Stanzkontur.
Wie lange das dauert, hängt von der Zahl der Sorten und der Abstimmung mit der Druckerei ab. Den Zeitplan erhalten Sie zusammen mit dem Festpreis. Am längsten dauert oft nicht die Gestaltung, sondern das Warten auf Andrucke und Muster.
Sonderfall Wein
Bei Wein kommt eine Regel hinzu. Weine, die ab dem 8. Dezember 2023 hergestellt werden, brauchen ein Zutatenverzeichnis und eine Nährwertdeklaration. Grundlage ist Art. 48a der Delegierten Verordnung (EU) 2019/33. Beides darf über einen QR-Code abrufbar sein, der Brennwert steht aber weiter auf dem Etikett. Dieser Code braucht Platz, den man von Anfang an einplanen sollte.
Beispiele aus dem Studio
Bean Bank, eine Rösterei mit drei Cafés in Zürich und einem in Basel, hat Verpackung, limitierte Editionen und Merchandise aus einem System bekommen. Für Chimbá, Fuic und Emozia sind Verpackungen und Druckdaten ebenso entstanden wie die Websites dazu. Im Bereich Pflege und Parfüm gehören Manifest und Posh Stink dazu, ein Londoner Parfümhaus mit vier Düften. Für Posh Stink entstanden Flakon-Zeichen, facettierter Verschluss und Etikett, für je 300 nummerierte Flakons pro Duft. Weitere Beispiele aus Kaffee und Lebensmitteln zeigt die Seite Kaffee und Food.
So entsteht der Festpreis
Im Erstgespräch klären wir Sorten, Formate, Hersteller und den Stand der Marke. Daraus wird ein schriftliches Angebot mit Festpreis, Zeitplan und Korrekturschleifen. Was zum Leistungsumfang gehört, steht auf der Seite Verpackungsdesign. Alle Preise des Studios im Vergleich finden Sie unter Preise.